Ein großer Teil meiner Arbeit besteht darin, Abläufe zu digitalisieren, die über Jahrzehnte auf Papier gewachsen sind. Ein Antrag kommt per Post, wird eingescannt, in einer Fachanwendung erfasst und für die Rückmeldung wieder ausgedruckt. Jeder dieser Übergänge kostet Zeit, erzeugt Fehler und macht den Vorgang schwerer auffindbar. Medienbrüche zu beseitigen ist deshalb kein Selbstzweck, sondern der kürzeste Weg zu schnelleren Verfahren.
Konkret heißt das: digitale Archive statt Aktenkeller, durchsuchbare Dokumente statt Ordnerrücken, klare Zuständigkeiten statt Laufmappen — und das alles unter den Anforderungen an Datenschutz und Aufbewahrung, die im Gesundheitswesen zu Recht gelten. Das ist selten spektakulär und meistens eine Frage von Geduld. Aber es macht den Unterschied zwischen einer Auskunft in Minuten und einer Suche über Tage.